Anna Hug, Andreas Hug & Marianne Wuethrich-Gross vor dem Backhaus (Bild zVg)

Beim jährlichen Medienfrühstück des Unternehmens in Malters/LU war kürzlich zu erfahren, dass die HUG-Familie 2025 erneut solide wächst und dank Automation mit 437 Mitarbeitenden einen Umsatzrekord von 136 Mio. CHF hinlegte. Überdurchschnittlich entwickelte sich gar ihre Tochter DAR-VIDA. Zudem erweist sich das Co-Branding mit Ovomaltine als bislang erfolgreichste Markeneinführung. 

Darüber hinaus legt HUG auch im Biscuitmarkt deutlich zu: WERNLI wird mit dem Markenwechsel zur stärksten Biscuitmarke der Schweiz. Und insbesondere im Export toppt der Food Service des Unternehmens gar den Umsatzrekord vom Vorjahr nochmals trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutlich.

DAR-VIDA-Produktions-Schritt (Foto zVg)

Schweizerinnen und Schweizer lieben Wernli-Biscuits sowie DAR-VIDA-Cracker. Und die Gastronomie-Profis wissen die hohe Qualität der HUG Food Service-Produkte zu schätzen. Was der Firma 2025 ihr bislang erfolgreichstes Geschäftsjahr beschert: Der Umsatz legte um 4% auf 136 Mio. CHF zu. Dieses Wachstum wurde gleichermassen aus Retail und Food Service bestritten. Mit erneut zweistelligem Zuwachs ist im Retail die Marke DAR-VIDA der grösste Umsatztreiber, welcher damit den Marktanteil im Crackermarkt massgeblich ausbaut. Auch ist der Marke dank Launch von „DAR-VIDA Ovomaltine“ ein echter Coup gelungen. Das Produkt hat sich auf Anhieb innerhalb der Leaderprodukte im Sortiment eingefügt und gewinnt zahlreich neue Käuferinnen und Käufer dazu.

DAR-VIDA 2 (Bild zVg)

Wernli wird Biscuitmarke No. 1 in der Schweiz

Selbst in der Biscuits-Kategorie legt HUG zu. Sinnvollerweise wurden sämtliche Biscuits der Dach-Marke HUG unter Wernli gebündelt. Womit das Unternehmen seine Kräfte im Biscuitsregal auf nur eine starke Marke mit mehr Visibilität und gezielter Unterstützung einzelner Produkte und Aktivitäten fokussiert. Obend’rein ist selbe Marke seit Weihnachtsgeschäft ’25 auch im saisonalen Lebkuchen- und Anis-„Chräbeli“ (dem Lieblingsgebäck des Autors!)-Geschäft präsent. Was Co-Geschäftsleiterin Anna Hug der 5. Familiengeneration angesichts deutlich gewonnener Marktanteile besonders freut. Allerdings bleibe der Biscuitmarkt Schweiz herausfordernd: Einerseits steige der Anteil der Eigenmarken des Handels, andererseits der Importprodukte aus dem Ausland. „Des Weiteren erschweren deutlich gestiegene Rohstoffpreise das Umfeld der integralen Kategorie und somit selbstredend auch Wernli“, so Anna Hug.

Tartelettes-Produktions-Schritt (Foto zVg)

Wiederum Umsatzrekord im Food Service

Nach Durchbruch magischer Umsatzmarke von 50 Mio. CHF im Vorjahr, erzielte HUG im Gastronomie-Geschäft Food Service mit 53 Mio. CHF erneut einen Umsatzrekord. Der Treiber liegt dabei vor allem im Exportgeschäft. Notabene trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie Handelszöllen, geopolitischen Spannungen und starkem Schweizer Franken. Umsatztreiber sind hingegen erfolgreich eingeführte Produktinnovationen, europäische Länder und neu erschlossene Märkte. „Die Handelskonzentration im Schweizer Food Service Markt beschäftigt uns jedoch stark, weshalb wir unsere Sortiments- und Innovationsgestaltung entsprechend sorgfältig planen müssen“, wie VR-Präsident Andreas Hug erläutert.

Überwachung einer Produktions-Phase der Tartelettes (Bild zVg)

Neu bäckt HUG mit IP-SUISSE Zucker

Bei HUG geniesst Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert und wird in 7 Handlungsfeldern aktiv vorangetrieben. Dem Handlungsfeld Rohstoffe kommt dabei hoher Stellenwert zu.Bereits seit 2017 setzt HUG auf Swissness und ist bedeutender Abnehmer der Schweizer Landwirtschaft. Mit strenger und selbst auferlegter Rohstoff-Charta verleiht das Unternehmen seinen Kund:innen seit über 20 Jahren Gewissheit, dass ihre Produkte aus möglichst natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Nach erfolgreichem Pilotprojekt für nachhaltigen DAR-VIDA Vollkornschrot, setzt HUG nun einen weiteren Schritt mit IP-SUISSE Zucker um, indem es als erster grosser Biscuithersteller ab 2026 alle eigenen Gebäcke damit herstellt. Co-Geschäftsleiterin Marianne Wüthrich Gross erklärt: „IP-SUISSE steht für Schweizer Herkunft, naturnahen und bienenfreundlichen Anbau ohne Insektizide und Fungizide sowie geprüfte Nachhaltigkeit“. Damit leistet das Unternehmen einen weiteren Beitrag zur Förderung der Biodiversität.

Ausblick

Beide Co-Leiterinnen blicken optimistisch in die Zukunft der bald 150-jährigen Familienunternehmung: „Dank engagiertem Team sind wir zuversichtlich, anstehende Herausforderungen wie Beschaffungsthemen und weltpolitische Unruhen erfolgreich zu meistern. Für 2026 plant das Unternehmen ein moderates Umsatzwachstum und Investitionen von 6.5 Mio. CHF.

PS: Bei anschliessender Betriebsbesichtigung vermochte den Autoren dieser Zeilen die sich auf 250 Meter Länge erstreckend vollautomatische Produktion der HUG-Produkte vollauf zu überzeugen und begeistern!

http://www.hug-familie.ch

Die Firmengeschichte von HUG begann vor über 145 Jahren mit einer Bäckerei in Luzern. Den Grundstein dazu hatte Josef Hug-Meyer im Jahre 1877 mit Erfindung des Zwiebacks gelegt. Hinzugelangt sind seither unzählig weitere Gebäcke. Mit Übernahme der Wernli AG konnte HUG sein Sortiment auf optimale Weise mit schokoladenhaltigen Produkten erweitern. Die Firma wird heute in Co-Leitung von Anna Hug und Marianne Wüthrich Gross in fünfter Generation geführt.