Mit den Mehrheitsübernahmen will die Post sich wichtige Resourcen im digitalen Markt sichern. Bild. Unsplash/Kelly Sikkema

Anfang November übernahm die Post die Mehrheitsbeteiligung an zwei Schweizer Softwareunternehmen: T2i und Unblu. Das Unternehmen will so laut einer Mitteilung die Präsenz im Markt digitaler Dienstleistungen stärken.

Mit der Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent am Westschweizer Software- und Dienstleistungsanbieter T2i investiert die Post in ein Unternehmen, das in der Romandie in verschiedenen Bereichen der Digitalisierung für die öffentliche Verwaltung und Unternehmen tätig ist. Die Post will so ihr bestehendes digitales Angebot für Behörden und Unternehmen stärken, wie sie mitteilt.

Bereits seit mehreren Jahren bietet die Post digitale Lösungen – sei es für das elektronische Patientendossier, für den geschützten Versand elektronischer Nachrichten über IncaMail und auch zukünftig für das E-Voting. Sie investiert so laut eigener Angaben gezielt in das heute und zukünftig wichtige Geschäftsfeld der digitalen Services für die Schweiz.

T2i wurde 1983 gegründet, hat seinen Firmensitz in Siders (VS) und beschäftigt 130 Mitarbeitende sowie zwei Lernende. T2i werde weiterhin als eigenständiges Unternehmen unter seinem eigenen Namen agieren. Die Mitarbeitenden sollen bei T2i beschäftigt bleiben. Über den Kaufpreis und die Übernahmedetails haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Austausch vertraulicher Informationen über Unblu

Per 1. November 2022 hat die Post ausserdem die Mehrheit der Schweizer Softwarefirma Unblu Inc. übernommen. Das Softwareunternehmen wird künftig als eigenständiges Unternehmen geführt. Damit sichert sie sich laut Mitteilung weitere wichtige Kompetenzen im Austausch von vertraulichen Informationen.

Unblu biete eine Plattform, die es Unternehmen ermögliche, sich schnell, direkt und sicher mit ihren Kundinnen und Kunden auszutauschen und dabei auch sensible Informationen sicher zu verschicken. Heute werde diese Plattform hauptsächlich von grossen, internationalen Finanz- und Versicherungsdienstleistern genutzt, um Kundensupport und -betreuung sicher von der physischen in die digitale Welt zu überführen.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Basel sowie Tochtergesellschaften in Frankfurt (Deutschland), Sofia (Bulgarien), London (Grossbritannien), New York (USA) und Victoria (Kanada) bleibe mit seinem Auftritt als eigenständiges Unternehmen bestehen und will auch nach der Übernahme als unabhängige Firma auftreten. Auch die rund 100 Mitarbeitenden blieben bei Unblu angestellt und seien über die neuen Besitzverhältnisse informiert. Über den Kaufpreis der Mehrheitsbeteiligung haben beide Parteien auch hier Stillschweigen vereinbart.