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Rund 150 interessierte fanden sich in Oberburg zur PV-Praxis 2019, Selbstbau und Betrieb von PV-Anlagen ein. Solarpionier Josef Jenni begrüsst die Besucherinnen und Besucher an dieser dritten Schweizer Selbstbautagung.

Die Szene beim Photovoltaik-Selbstbau wächst. Das zeigte sich, als sich die inzwischen neun bestehenden Vereine und Genossenschaften vorstellten. Diese realisieren im Moment Anlagen mit einer Leistung von deutlich mehr als zwei Megawatt Leistung, was rund einem Prozent aller jährlich neu gebauten PV-Anlagen entspricht. «Der Austausch von Knowhow unter den Genossenschaften ist sehr wichtig, damit optimale Lösungen angeboten werden können», wie Diego Fischer, Autovoltaic Neuenburg und Projektverantwortlicher bei VESE, ausführte. Und gemeinsame Erfahrungen mit Behörden und Elektrizitätswerken gibt es viele. Im Moment ist für den Selbstbau, wie auch für den Rest der PV-Branche, die wachsende Administration eine grosse Herausforderung.

In Zukunft wird es darum gehen, die gemachten Erfahrungen allen Genossenschaften zugänglich zu machen, wie Selbstbaupionier Syril Eberhart, Gründer der Energiewendegenossenschaft Kanton Bern, ausführte. Entsprechend sollen Themenfelder definiert werden, die künftig noch besser übergeordnet organisiert werden könnten. Dazu gehören einerseits rechtliche und technische Fragen, aber auch das Marketing und der gemeinsame Materialeinkauf. «Es gibt wahnsinnig viel zu tun», stellte Eberhart fest. Der organisierte Selbstbau könne einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, betonte Fischer: «Mit der Sonnenenergie können wir alle unsere Energieproduktion selber im Griff haben.»

Zu den aktuellen Themen in der Praxis gehört der Eigenverbrauch und die Speicherung von Solarstrom. Dazu gaben verschiedene Referenten ihren Input und zeigten Lösungen auf. So ist es einerseits möglich, den Eigenverbrauch mit der Wärmeproduktion zu optimieren, oder mit Batterien, wie mit Salzbatterie, zu speichern. Wie Max Ursin, Innovenergy, aufzeigte, kann dies für verschiedene Anwendungen sinnvoll sein, ist aber im Moment noch nicht wirtschaftlich. Den Abschluss machte der Gastgeber Josef Jenni. Der Wärmebedarf mache in der Schweiz mehr als 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus wie jenni ausführte. Solarthermie ist für ihn deshalb ein unverzichtbares Standbein der beschlossenen Energiewende. «Am effizientesten wird Wärme als Wärme erzeugt, als Wärme gespeichert und als Wärme verbraucht», führte Jenni weiter aus. In diesem Bereich sei die Solarthermie eine optimale Lösung. Die Teilnehmer der PV-Praxis erhielten auf einer Führung durch die Produktionshallen der Jenni Energietechnik AG einen Eindruck, in welchen Grössenordnungen dies heute möglich ist.

vese.ch