Quelle: EU ; Nuklearforum
Quelle: EU ; Nuklearforum

Die Europäische Kommission hat die Kernenergie als nachhaltige Investition eingestuft. Das Nuklearforum Schweiz begrüsst diesen Schritt als logische Konsequenz der wissenschaftlichen Faktenlage. Die Kernenergie ist eine der CO2-ärmsten Arten der Stromerzeugung.

Investitionen in die Kernenergie werden im am 31. Dezember vorgelegten Entwurf des ergänzenden delegierten Rechtsakt zur Taxonomie-Verordnung der EU als nachhaltig eingestuft. «Das ist erfreulich und in Anbetracht der bekannten Vorzüge von Kernkraftwerken nur logisch. Die Kernenergie ist sehr CO2-arm, braucht von allen Energieformen am wenigsten Platz und vergleichsweise wenig Rohstoffe», sagt dazu Hans-Ulrich Bigler, Präsident des Nuklearforums Schweiz.

Investitionen in neue Kernkraftwerke sollen demnach dann als nachhaltig klassifiziert werden können, wenn die Anlagen neuesten technischen Standards entsprechen und ein konkreter Plan für den Betrieb einer Entsorgungsanlage für hoch radioaktive Abfälle ab spätestens 2050 vorgelegt werde. Zudem ist als weitere Bedingung vorgesehen, dass die neuen kerntechnischen Anlagen bis 2045 eine Baugenehmigung erhalten.

Als beste Möglichkeit der nuklearen Entsorgung nennt die Kommission ausserdem die geologische Tiefenlagerung und favorisiert damit ebenfalls den Weg, den die Schweiz aktuell im Sachplanverfahren beschreitet. «Die Europäische Kommission folgt mit ihrem Beschluss der Wissenschaft und setzt mit ihrer faktenbasierten Entschlussfindung ein Zeichen gegen ideologische Denkverbote», so Bigler.