Workday hat seinen halbjährlichen Global Workforce Report veröffentlicht. Dieser zeigt, dass es aktuell ein Markt für Arbeitgeber ist, da die Anzahl der Bewerbungen viermal schneller wächst als die Zahl der Stellenanforderungen.
Dennoch kündigen Top-Talente ihre Stellen, um nach besseren Möglichkeiten zu suchen. Gleichzeitig setzen Unternehmen verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI), um die besten Talente zu finden und zu halten. So zeigen die wichtigsten Ergebnisse des Workday Global Workforce Report für das erste Halbjahr 2024 folgendes Bild:
- Es wird schwieriger, einen neuen Job zu finden und der Anstieg der Bewerbungen (31%) übertrifft das Stellenwachstum (7%) im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2023.
- Spitzenkräfte verlassen zuerst das Unternehmen. So hat in 75% der untersuchten Branchen die freiwillige Kündigung von Leistungsträgern zugenommen.
- KI wird zu einem unverzichtbaren Werkzeug für HR-Teams, denn 77% der Unternehmen planen, den Einsatz von KI in der Personalbeschaffung im kommenden Jahr zu erhöhen.
- Sinnvolle Arbeit führt zu einem stärkeren Gefühl der Erfüllung und Loyalität und Arbeitnehmer, die der Meinung sind, eine sinnvolle Arbeit zu leisten, fühlen sich um 37% erfüllter als diejenigen, die dies nicht tun – selbst bei hoher Arbeitsbelastung.
Workday Recruiting-Kunden haben im ersten Halbjahr 2024 rund 19 Millionen Stellenanforderungen verarbeitet – ein Anstieg von 7% im Vergleich zum Vorjahr – und 173 Millionen Bewerbungen bearbeitet, was einem Zuwachs von 31% entspricht. Obwohl der Arbeitsmarkt wächst, wird er für Arbeitssuchende zunehmend wettbewerbsintensiver. Dieser Trend könnte sich noch verstärken, wenn das Stellenwachstum nachlässt und die Arbeitslosigkeit in den USA und weltweit weiter ansteigt.
Diesbezüglich erklärt Alexandra Hartung, Leiterin des Geschäftsbereichs Mittelstand bei Workday: „Der Arbeitsmarkt verändert sich zugunsten der Arbeitgeber, aber gleichzeitig werden die Arbeitnehmenden selbstbewusster in ihren Ansprüchen – wettbewerbsfähige Löhne, klare Aufstiegschancen und eine sinnvolle Arbeit sind entscheidend“, und fügt an: „Führungskräfte müssen ihren Mitarbeitenden helfen, einen Sinn in ihrer Arbeit zu finden, um die besten Talente zu halten, die den Erfolg des Unternehmens vorantreiben.“
Arbeitsmarkttrends in der DACH-Region
Unter den Ländern ausserhalb der USA, aus denen im ersten Halbjahr 2024 die meisten Stellenanforderungen, Bewerbungen und Arbeitsverträge kamen, waren neben Spanien und Frankreich auch Deutschland und die Schweiz führend:
Deutschland:
- 402‘000 Stellenanforderungen (+12%)
- 2,6 Millionen Bewerbungen (+3%)
- 177‘000 Stellenangebote/Arbeitsverträg
e (+3%)
Trotz des allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs gibt es in einigen Sektoren, insbesondere in der Informationstechnologie, im Ingenieurwesen und im Gesundheitswesen, nach wie vor einen erheblichen Fachkräftemangel. Dies bietet qualifiziertem Personal in diesen Bereichen neue Chancen.
Schweiz:
- 215‘000 Stellenanforderungen (+14%)
- 1,3 Millionen Bewerbungen (+12%)
- 112‘000 Stellenangebote/Arbeitsverträg
e (+38%)
Im Vergleich zu vielen anderen Ländern zeigt sich der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin positiv. Besonders im Dienstleistungssektor hat die Schaffung von Arbeitsplätzen zugenommen, und die Arbeitslosenquote bleibt niedrig.






















