Wenn es bei uns so heiss ist, tut es gut, einmal an den Winter und die schönen verschneiten Berge zu denken. Etwa diese in Arosa, denn dort findet alljährlich anfangs Dezember das Humorfestival statt. Und für die jeweils verliehende Humorschaufel, wurde dieses Jahr Leonie Hügli nominiert.
An den Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften kam die Speerwerferin spektakulär auf der Tartanbahn zu Fall. Während andere den Moment wohl aus dem Internet gelöscht hätten, machte Hügli genau das Gegenteil: Sie veröffentlichte das Video selbst – unterlegt mit dem Kultsong «Dumb Ways to Die». Dazu schrieb sie trocken: «Alles ist in Ordnung, nur mein Ego leidet ein bisschen.»
Mit dieser gehörigen Portion Selbstironie landete sie fast einen grösseren Treffer als mit ihrem Speer. Denn wer über sich selbst lachen kann, beweist wahre Grösse. Und genau dafür steht die Arosa Humorschaufel. Fast schon zur Nebensache wurde, dass Leonie Hügli an den Schweizer Meisterschaften auch noch die Silbermedaille gewann. In Erinnerung blieb vor allem ihre sympathische Art, aus einem peinlichen Moment eine Geschichte zu machen, die tausenden Menschen ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte.
Seit 2009 fester Bestandteil des Festivals
Die Arosa Humorschaufel zeichnet seit dem Jahr 2009 Personen aus, die sich im Verlauf des Kalenderjahres durch ihren feinen Sinn für Humor bemerkbar gemacht haben. Geehrt werden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft oder Sport. In den letzten Jahren wurden zum Beispiel Unternehmer Sami Sawiris, Bundesrat Guy Parmelin, Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer oder die Ex-Bundesrätinnen Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf geehrt.
Das Arosa Humorfestival wird diesen Winter vom 3. bis 13. Dezember 2026 bereits zum 35. Mal ausgetragen. «Was ursprünglich als bescheidener Anlass zur Belebung der Vorsaison ins Leben gerufen wurde, hat sich bis heute zu einem prestigeträchtigen Event für die gesamte Region entwickelt, das jährlich etwa 20’000 Menschen ins ikonische Festivalzelt neben der Tschuggenhütte zieht und über 15’000 Übernachtungen generiert», freut sich Tourismusdirektor Roland Schuler.




















