Internet-TV bleibt der wichtigste TV-Empfangsweg: 71 Prozent der Haushalte empfangen Fernsehen über das Internet. Wie der aktuelle Zattoo TV-Streaming-Report 2026 zeigt, behauptet IPTV dabei seine Spitzenposition als wichtigster TV-Empfangsweg, während Streaming-Angebote fest zum Fernsehalltag der Schweizerinnen und Schweizer gehören.
Über alle genutzten TV-Zugänge hinweg (Mehrfachnennungen möglich) bleibt IPTV mit 39 Prozent (stabil zum Vorjahr) klar vorn, gefolgt von TV-Streaming mit 32 Prozent (2025: 32 %). Beide internetbasierten Empfangswege bleiben damit auf Vorjahresniveau. Klassische Empfangswege geben dagegen weiter leicht nach: Kabel sinkt von 32 auf 30 Prozent, Satellit von 10 auf 9 Prozent.
Noch deutlicher zeigt sich der Wandel beim primär genutzten Empfangsweg (Einfachnennung): IPTV baut seine Spitzenposition aus und liegt mit 37 Prozent (2025: 34 %) klar vorn, gefolgt von TV-Streaming mit 29 Prozent (2025: 30 %), Kabel mit 25 Prozent (2025: 25 %) und Satellit mit nur noch 4 Prozent (2025: 3 %).
Streaming wird Mainstream
Die klassischen Einstiegshürden für TV-Streaming verlieren in der Schweiz an Bedeutung. Der Anteil der Nicht-Nutzenden, die TV-Streaming als „zu teuer“ empfinden, sank von 27 auf 22 Prozent. Sorgen um die Stabilität der Internetverbindung gingen deutlich von 10 auf 4 Prozent zurück.
Auch das Argument, dass klassisches Fernsehen ausreiche, verliert spürbar an Bedeutung: Der Anteil sank von 41 auf 31 Prozent. Damit fallen wichtige Vorbehalte gegenüber Streaming zunehmend weg. Erstmals nennen jedoch 12 Prozent der Nicht-Nutzenden die Vielzahl an Apps und Abos als Hürde.
Bewegtbild-Angebote im Internet festigen sich
YouTube bleibt das meistgenutzte Bewegtbild-Angebot im Internet mit 63 Prozent (2025: 65 %). Die Nutzung von Live-TV über das Internet bleibt mit 41 Prozent stabil. Video-on-Demand-Angebote gehen leicht von 24 auf 22 Prozent zurück, ebenso Mediatheken von 22 auf 21 Prozent. Die Nutzungsgewohnheiten festigen sich damit auf konstant hohem Niveau.
Auch der Blick in die Zukunft zeigt anhaltendes Vertrauen in Live-TV: 82 Prozent der Befragten gehen davon aus, auch in fünf Jahren noch Live-TV zu nutzen (2025: 81 %).
TV-Streaming etabliert sich
Der Smart-TV festigt seine Rolle als zentrales Gerät für TV-Streaming: Bereits 58 Prozent der Befragten nutzen ihn dafür (2025: 53 %). Der Aufwärtstrend setzt sich damit weiter fort.
Andere Geräte liegen deutlich dahinter: 43 Prozent streamen über das Smartphone (2025: 45 %), 38 Prozent über Laptop oder PC (2025: 39 %) und 24 Prozent über ein Tablet (2025: 28 %).
Streaming wird flexibler
Kurzfristige Abo-Modelle gewinnen weiter an Bedeutung: 27 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schliessen Streaming-Abos gezielt nur für einen begrenzten Zeitraum ab, etwa für einzelne Serien, Filme oder Sportevents (2025: 26 %).
Der Preisdruck bleibt spürbar: 19 Prozent kündigten im vergangenen Jahr ein Streaming-Abo aus finanziellen Gründen (2025: 21 %). Mehr als die Hälfte (53 %, 2025: 52 %) wechselte nach einer Kündigung zu einem günstigeren Angebot, 23 Prozent nutzten kostenlose Alternativen (2025: 26 %).
Auch die Wechselbereitschaft beim TV-Anbieter bleibt hoch: 29 Prozent können sich vorstellen, innerhalb der nächsten zwölf Monate den TV-Anbieter zu wechseln (2025: 31 %). Schweizer Haushalte zeigen sich damit weiterhin offen für Veränderungen am eigenen TV-Setup.
Die Entwicklung zeigt: Streaming-Angebote werden zunehmend flexibler und situativer genutzt, während klassische langfristige Abo-Modelle für viele Nutzerinnen und Nutzer an Bedeutung verlieren.
Komplezität reduzieren
In der Schweiz bleibt Internet-TV die wichtigste Empfangsart, sowohl über IPTV-Angebote als auch über TV-Streaming-Plattformen wie Zattoo. Während die Streaming-Nutzung insgesamt auf hohem Niveau stabil bleibt, verändert sich die Art der Nutzung weiter deutlich: Streaming wird flexibler genutzt und entwickelt sich immer stärker zum selbstverständlichen Bestandteil des Fernseh-Alltags.
Live-TV bleibt relevant und ist in der Schweiz bereits klar im Streaming-Umfeld etabliert. Dazu hält Tina Rodriguez, CEO ad interim bei Zattoo, fest: „In der Schweiz ist TV-Streaming längst selbstverständlicher Teil des Fernseh-Alltags. Die zentrale Herausforderung für Nutzerinnen und Nutzer ist heute nicht mehr der Zugang zu Streaming, sondern die Orientierung in einer immer komplexeren App- und Angebotslandschaft. Genau hier setzen wir bei Zattoo an. Unser Ziel ist es, diese Komplexität sowohl für Zattoo-Nutzende als auch für unsere B2B-Partner und ihre Kunden deutlich zu reduzieren und Inhalte effizient, flexibel und nutzerfreundlich über verschiedene Geräte hinweg zugänglich zu machen.“
Grundlage für den Report ist eine Online-Umfrage von YouGov im Auftrag von Zattoo, an der 1.000 Personen in der Schweiz zwischen dem 9. und 19. Februar 2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Schweizer Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren. Bereits seit 2015 setzt Zattoo diese Umfrage jährlich in der Schweiz um. Der TV-Streaming-Report analysiert aktuelle Entwicklungen in der Internet- und Fernsehnutzung sowie im Bereich TV-Streaming. Damit will Zattoo einen Beitrag zur Diskussion um die Bedeutung von TV-Streaming leisten.






















