Kein Wunder, nimmt die Menge an Elektroschrott weltweit zu. Stets wollen wir das Neuste und Beste. Das gilt besonders auch bei elektronischen Spielsachen. Doch nicht nur der steigende Konsum ist ein Problem, sondern auch die Entsorgung.
Nach wie vor landen unnötig viele elektronische Spielwaren im Abfall statt im Recycling. Auch in der Schweiz. Viele der heutigen elektronischen Spielwaren haben nur noch einen Bruchteil der Lebenszeit von früheren Spielwaren aus Holz, Blech oder Metall. Zum einen, weil die verwendeten Kunststoffe mit der Zeit brüchig werden, zum anderen, weil die Geräte aufgrund des technischen Fortschritts rasch überholt sind und laufend neue mit noch ausgeklügelteren Funktionen auf den Markt kommen. Wer also mit dem Trend gehen will, der kauft ein neues und wirft sein altes Spielzeug fort. So türmen sich Roboter, Drohnen, Musik-Figürchen oder sprechende Barbiepuppen zusammen mit anderen Elektrogeräten zu einem riesigen Abfallberg auf, der weltweit von Jahr zu Jahr höher wird. Allein 2022 ist er gemäss aktuellen Zahlen des Global E-Waste Monitors auf 62 Millionen Tonnen angestiegen. Bildlich gesprochen sind das 1,5 Millionen Lastwagen, die mit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott um die Weltkugel rollen. Das Problem: Nur rund ein Fünftel davon wird weltweit gesammelt und recycelt.
Recycling in der Schweiz ist kostenlos und kinderleicht
In der Schweiz elektronischen Spielwaren kostenlos in jedem Geschäft zurückgegeben werden, das ähnliche Produkte im Sortiment führt. Auch dann, wenn kein neues Spielzeug gekauft wird. Ebenfalls kostenlos können Elektrogeräte inklusive Kabel, Stecker und Zubehöre auf einer von über 750 SENS-Sammelstellen in der Schweiz entsorgt werden. Dort stehen auch separate Sammelbehälter für Batterien bereit: www.erecycling.ch/entsorgungspartner/sammelstellen.html
Elektronische Spielzeuge richtig erkennen und recyceln
Viele dieser Abfälle könnten vermieden werden, wenn die elektronischen Geräte besser erkannt würden und jeder Besitzerin und jedem Besitzer klar wäre, dass in den Geräten wertvolle Rohstoffe wie Aluminium oder Kupfer stecken. Doch gerade bei Spielwaren sind die elektronischen Teilchen oft so gut versteckt, dass viele sie gar nicht erst als Elektrogeräte wahrnehmen. Dasselbe gilt für das Zubehör: Denn auch Lämpchen, Fernsteuerungen oder Ladekabel sind Elektrogeräte. Ebenso wie defekte Spielwaren, aus welchen der Akku oder die Batterien bereits entfernt wurden. All diese Geräte gehören nicht in den Abfallsack, sondern wie alle anderen Elektrogeräte – ob klein oder gross – ins Recycling. Nebst den erwähnten Rohstoffen können manche dieser Geräte auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Im Recycling werden diese Stoffe nach dem neusten Stand der Technik herausgefiltert und sicher entfernt, bevor die restlichen Materialien wieder neu aufbereitet und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden. Deshalb ist auch bei kleinen elektronischen Spielwaren wie Tiptoi-Stiften, Kinderuhren, Walkie-Talkies oder kleinen Spielzeugdrohnen eine fachgerechte Entsorgung zentral.
Mehr Infos zum Thema : Defekte elektronische Spielwaren gehören ins Recycling (erecycling.ch)
Stiftung SENS : Als Expertin für die nachhaltige Wiederverwertung trägt die Stiftung SENS entscheidend dazu bei, zukunftsweisende Massstäbe im eRecycling zu setzen. Sie schont Ressourcen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. SENS eRecycling ist Mitglied bei Swiss Recycle und dem weltweiten Kompetenzzentrum für Elektroschrott, WEEE Forum.





















