(Foto jpr)
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Autor Gabriel Pitt im Vorwort: „Technologie digitaler Geräte gehört zu unserer Welt dazu, was so bleiben wird. Wir müssen uns dabei bloss bewusst sein, dass unsere menschlichen Schwächen von Technologieunternehmen gnadenlos und konstant ausgenutzt werden, um uns permanent an die Bildschirme zu fesseln“.

Und weiter: „Sollten wir nicht unsere eigenen Träume verwirklichen, statt wertvolle Zeit damit zu verschwenden, anderen bei der Erfüllung ihrer Träume zuzusehen?“ Der Durchschnittsmensch starre täglich VIER Stunden auf den Bildschirm seines Smart Phones. Was rund 1’500 Stunden, ergo zwei komplette Monate, auf ein integrales Leben hochgerechnet ZEHN Jahre Zeit vor dem Bildschirm ergibt. Die Konklusion dazu laute, dass wir den neueren Tools wieder deren angestammten Platz zuweisen; denn diese sollen dem Menschen dienen und nicht umgekehrt !

In der Zeit vor SMS und Facebook-Events hätten wir als Kinder nach Hausaufgaben und am Wochenende immer Kollegen auf dem Schulhof getroffen, mit denen sich Basketball, Tennis, Hockey spielen liessen. Und Eltern gaben uns kein Handy mit um uns anzurufen und zu sagen, wann wir zu Hause sein mussten: „Das Leben war von sozialen Kontakten geprägt, welche durch reale, gemeinsame Aktivitäten entstanden.“ Was, wenn wir unseren Kindern die Unbeschwertheit nähmen, indem wir ihnen schon früh Smartphones erlauben, um uns selbst bloss zu vergewissern, sie jederzeit erreichen zu können? Eigentlich hätten diese doch ein Recht auf eine friedliche, glückliche Jugend – „genauso wie wir damals!“

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Mein Exkurs zu im Buch angesprochenen „Künstler“-Sounds

Frappant sodann etwas später zweifellos die technische Entwicklung von langzeitlichen Vinyl-Langspielplatten zu mp3. Letztlich auch zur elektronischen Retorten-„Musik“, mithin Sound-Malerei per elektronisch zusammengesetzten Klang-Kollagen. Buchautor Gabriel Pitt und Techno-Papst Arnold „Noldi“ Meyer mögen mir als Redaktor u.a. dieses WebMagazins verzeihen, wenn ich als langjähriger Nylon- & 12-saitiger sowie E-Gitarrist (Hardrock, Pop-Rock, aber eben auch Klassik mit 3 CD’s & Filmmusik) an dieser Stelle anmerke, dass TEKKNO (die härtere Spielart von Techno) vor allem cleveres Marketing anstelle echter „Kunst“ bedeutet. Als Student früherer Vinyl-DJ im ZH-Club „Churchill“ oberhalb des Bellevue (Philadelphia-Stil u.ä.), weiss ich auch, dass lediglich die Regler für Volumen (Lautstärke) sowie der Equalizer (Bässe, Mitten, Höhen) von Track zu Track angepasst werden müssen. Der Rest bleibt vermeintliche, im Grunde jedoch eher peinliche „showtime“. Zum Schluss dieser Teil-Polemik sei vermerkt, dass diese an sog. „Raves“ bespielt unsäglich repetitiven Sounds mit eintönig elektronischen Drums nur nach vorheriger Einnahme von Koks, Crack, Freebase – früher Ecstasy und Konsorten – überhaupt halbwegs erträglich sind. Nicht nur, aber ebenso meine Meinung… Jedoch weiter im auszugsweisen Buch-Text:

Ein Gerät, das wir nicht mehr aus der Hand legen…

„Mit Handy, später SmartPhone wurden zahlreiche Gegenstände und Instrumente auf nur ein Gerät im Taschenformat mit TouchScreen – DER Innovation von apple per se – komprimiert“, so Autor Pitt. Selbst wenn kein Anlass dazu bestünde, würden wir ganz unbewusst nach unserem multifunktionalen Kommunikations-Kleingerät greifen, um nachzuschauen, ob wir neue Nachrichten erhalten haben. Egal, ob wir im Bus oder in einer Warteschlange stünden, zücken wir unser SmartPhone, um uns weniger einsam zu fühlen; und dies obwohl doch eigentlich nichts davon abhielte, uns ganz einfach mit unserer Nachbarin zu unterhalten, welche eigentlich ganz nett aussehe. Automatismen, die letztlich uns selbst sowie unsere Freunde und Familie nerven…

Und weiter: „Da Social-Media-Plattformen sowohl die Aufmerksamkeit nutzen, welche wir mit Nachrichten, Likes, Diskussionen und Austausch erhalten, schenken wir diesen auch wertvolle Zeit, wenn wir auf selben surfen und Reels (Kurzvideos à bis zu 90 sec.), Stories, Posts, usw. betrachten. Etwa Videos, die wir dabei ansehen, stimmen immer damit überein, was wir bereits glauben und/oder kennen. Womit wir weniger mit anderen Meinungen konfrontiert werden.“ Solche „Filterblasen“ würden in den sozialen Medien inzwischen die Norm bilden. Ausserdem seien die Massen an grösstensteils nutzlosen Informationen, die wir beim Scrollen aufnehmen, eine ungeheure Anstrengung für das Gehirn. Zu allem Überfluss versuchten wir uns dann auch noch im Multitasking: „E-Mails, Instagram, Facebook, LinkedIn, Slack (Instant-Nachrichten), Teams (interaktive Team-Kommunikation) und WhatsApp, uns mit Benachrichtigungen überschwemmen, ein klingendes Festnetztelefon, Zoom-Meetings und flexible Arbeitszeiten, welche die Grenzen zwischen Privat- und Geschäftsleben verschwimmen lassen, und selbstredend die tatsächliche Arbeit, die wir erledigen müssen (falls wir dafür überhaupt noch Zeit haben…), ziehen und zerren alle gleichzeitig an unserer Aufmerksamkeit. Fazit: Sie lenken uns davon ab, uns voll und ganz darauf zu konzentrieren und effizient zu erledigen, wofür wir eigentlich bezahlt werden.“

Skirennfahrerin Lara Gut-Behrami entschied 2018 selbst:

„Ich steige aus den sozialen Medien aus, da ich mich auf Familie und Sport konzentrieren will. Auch mag ich keine Zeit mehr in und an social media verschwenden.“

Und apple-Gründer Steve JOBS schon einiges früher:

„Ihre Zeit ist begrenzt, verschwenden Sie diese also nicht damit, das Leben eines anderen zu leben.“

Tipp: Hochspannend auch die vom Autor detailliert nachempfundene Evolutionstheorie, welche hier im Detail zu erwähnen allerdings allzu umfangreich würde.

Und eine kleine Kritik: Die QR-Codes im Buch sind erstens zumindest mit dem iphone13 nicht immer einfach zu öffnen und halten zweitens davon ab, gedanklich beim und mit dem davor Gelesenen und Verinnerlichten weiterzufahren.

Buchautor Gabriel Pitt ist seit 20 Jahren in den Bereichen Business, persönliche Entwicklung und Marketingmanagement tätig. Er ist zertifizierter Experte für digitales Wohlbefinden und hat die MASTER YOUR DIGITAL HABITS Methode entwickelt, um Menschen darin zu unterstützen, wieder die Kontrolle über ihre digitalen Gewohnheiten zu erlangen und so deren integrales Potential zu entfalten.

https://www.gabrielpitt.com

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