Die ICT-Salärstudie 2024 von SwissICT liefert neue Einblicke in Löhne, Trends und Benefits der Schweizer Tech-Branche.
Während Fachkräfte mit hoher Qualifikation vom Lohnanstieg profitieren, zeigt sich bei Top-Managerinnen und -Managern ein gegenläufiger Trend. Die Ergebnisse spiegeln nicht nur die Vergütungsentwicklung, sondern auch den wachsenden Fokus auf flexible Arbeitsbedingungen und familienfreundliche Angebote.
Die aktuelle SwissICT-Studie „Saläre der ICT 2024“ basiert auf den Angaben von 261 Unternehmen mit insgesamt 38’513 Gehaltsnennungen und bestätigt einmal mehr ihren Status als wichtigste Referenz für die Schweizer ICT-Branche. Das Median-Basisjahresgehalt ist ohne Inflationsanpassung gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen – das entspricht ungefähr CHF 2’200 mehr.
Besonders profitieren Senior Expert (S4) und Höheres Management (M3): Sie verzeichnen deutliche Zuwächse beim Total Cash (Basislohn plus Bonus) – +2,1 Prozent bzw. +5,2 Prozent. Auch bei Senioren (S3) zeigt sich ein respektables Plus von 2 Prozent. Hingegen erliegt das oberste Management (M4) einem umgekehrten Trend: Das Basisgehalt sinkt um 4,9 Prozent (ca. CHF 12’200), während der Total Cash sogar ein Minus von 0,8 Prozent verzeichnet.
Cash steigt
Über alle Berufsstufen hinweg erhöht sich der Median beim Total Cash insgesamt um 2,3 Prozent – dies deutet auf einen breiten, wenn auch moderaten Trend zu besseren Gesamtvergütungen hin.
Die 2024er Ausgabe des Employment Conditions Reports wurde um drei wichtige Aspekte erweitert: Mutterschafts-/Vaterschaftsurlaub, unbezahlter Urlaub und Workation. Diese Zusatzfelder signalisieren, dass SwissICT zunehmend nicht nur Zahlen, sondern auch die Lebensrealität der Beschäftigten in den Blick nimmt.
Human Benefits
Die Studie zeigt eine Branche im Einklang mit dem Markt: Qualifikationsstarke profitieren weiterhin am meisten, während das Top-Management in puncto Basislohn zurückfällt – ein bemerkenswerter, womöglich strategisch motivierter Einschnitt. Der Gesamttrend beweist: Bonuszahlungen und Zusatzleistungen werden wichtiger als der Basislohn allein. Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgeber positionieren wollen, müssen neben Vergütung zunehmend flexible Arbeitsformen und familienfreundliche Angebote bieten.





















