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Kürzlich luden dazu mettler vaterlaus mit  unabhängiger Wein-Expertin Britta Wiegelmann ins Restaurant Trudelkeller zu Baden/AG ein. Britta stellte eingangs die vier Bordelais-Schlösser von Pauline Lapierre, der Weinberge Chollet, Gonfrier und des Weingutes Darriet vor. Es handelt sich dabei um hierzulande noch nicht so bekannte Subregionen des Bordeaux. 

Bereits vor den eigentlichen Bordeaux-Mariagen bestand die Möglichkeit, die edel vinifizierten Rebensäfte eben vermerkt familiengeführter Domänen aus südlichen Bordeaux-Appellationen im Einzugsgebiet des Flusses Garonne zu verkosten.

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Für mich persönlich stachen dabei auf Anhieb die Abfüllungen von Pauline Lapierre des Château Haut-Rian und François Chollet des Château Montgillard heraus. Zum einen, weil deren Weine konsequent keinen Restzucker beinhalten; zum anderen, da sie mit abgerundeter Balance zwischen Fruchtnoten und optimal eingebundener Säure überzeugen.

So wussten bei Pauline Lapierre etwa deren Weisser Les Acacias ’24 aus Sémillon- & „A la fraiche ’24“ aus 100% Cabernet Franc-Trauben zu gefallen. Und vom Winzer François Chollet die zwar hellfarbige, nichtsdestotrotz intensiv fruchtige Rosé Edition Limité aus 30% Merlot und 70% Cabernet Franc!

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Vor dem Lunchablauf präsentierte Wein-Journalistin Britta Wiegelmann dann die Vielfalt und Qualität der Weine aus   Cadillac, Premières Côtes de Bordeaux oder Loupiac, welche es auch geografisch näher zu kennenlernen gilt. Gefolgt vom besagten Wein- & Food-Paarungs-Lunch:

  • Zum Amuse Bouche von confierten Datteltomaten in ihrem Wasser, Basilikum, fermentiertem Pfeffer und Focaccia, wurde die eben schon erwähnte Petite Marine ’24 der Weinberge Darriet Chäteau Montgaillard Rosé ’24 ausgeschenkt: Der kraftvoll fruchtige Rosé glich den pfeffrigen Gruss aus der Küche in ideal erfrischender Weise ab.
  • Es folgte ein Lachs-Crudo auf Taggiasca, Noricracker und Limetten, welches vom Château Haut-Rian Blanc aus sortenreinen Sémillon-Trauben ’24 der Vins Pauline Lapierre – notabene Bio- UND biodynamisch vinifiziert – mit  trockenen Holznoten süffig ergänzt wurde.
  • Sodann Beef-Tatar mit Senfsaat, begleitet vom Château Langoiran Clairet ’24 der Vignobles Gonfrier, einem hellroten Bordeaux (auch dunkler Rosé genannt) mit intensiven Fruchtaromen von Himbeere und Johannisbeeren; sein runder vollmundiger Körper zeichnet sich durch spürbare Frische und lebhafte Säure im Abgang aus, was ideal zum Rindstatar passte.
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  • Als Hauptgang dann zweierlei vom Rind, Topinambur, schwarzer Knoblauch, Bimi und La Ratte zu ZWEI Abfüllungen: Die erste ein Château Clos Lavizon Prestige ’20 aus 100% Merlot (sortenrein): Schon dessen Nase und Farbe optimal, im Munde sanft und tanninhaltig sowie mit vollem Fruchtkörper und subtilen Eichenfassnoten ausbalanciert; die zweite ein Château Montgaillard – Grande Cuvée ’22 der Weinberge Chollet in Assemblage aus Merlot & Cabernet Sauvignon: Dieser begeisterte mit tiefroter Farbe, intensiven Aromen von Tabak und Vanille sowie feinen Holzanklängen. Am Gaumen vollmundig, samtig, strukturiert und elegant. Beide Cuvées unterstrichen ihrerseits die Hochzeit der je einmal GESCHMORTEN und GEGRILLTEN Rindshuft/-schulter: Ein Gedicht!
  • Käsevariation zu Château les Tourelles 2018, Vignobles Darriet à 100% Merlot: Angenehme Noten von Tabak und konfierten Früchten. Der Mund realisierte geschmeidige und gut integrierte Tannine. Eine crémige Textur gehen daraus angenehm hervor.
  • „Last but not least“ dann zu den Friandises ein Château Haut-Rian Crémant ’23, Vins Pauline Lapierre zu 100% Sémillon (erstmals 1949 gepflanzt). In Nase frische Noten von weissen Blumen, im Mund Lebhaftig- und Reichhaltigkeit anhaltender Aromatik mit Sprudeleffekt.

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